BioGold bei zu hoher Feuchtigkeit ?

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Alien66
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BioGold bei zu hoher Feuchtigkeit ?

Beitrag von Alien66 »

Hallo zusammen,

noch nicht lange benutze ich für meine Indoors BioGold als Düngung, was die Pflanzen auch gut annehmen. Ich gieße ca. alle 2-3 Tage, je nachdem wie feucht die Substratoberfläche gerade ist, bis das Wasser gerade aus den Schalenlöchern herauskommt oder ich höre bereits vorher auf.
Seit einigen Tagen muß ich beobachten, daß das BioGold die Feuchtigkeit offensichtlich nicht schnellgenug abgeben kann, denn die Steinchen fangen teilw. an zu schimmeln, bzw. hell-benetzte Stellen zu bekommen ... ich hoffe, Ihr könnt es Euch vorstellen und wißt, was ich meine. Auf den Substartoberflächen bilden sich teilw. ebenso weiße Stellen an Akadama-Bröckchen, aber nur vereinzelt.

Könnt Ihr mir sagen, was ich event. falsch mache? Gieße ich zuviel??? Wenn man manche Pflanzenporträts liest, dann wird bei tropischen Bäume in der Wachstumszeit sogar tägliches Wässern angeraten!? Ich habe mir gedacht, die Gießhäufigkeit lieber etwas niedriger zu halten, um Staunässe unter allen Umständen zu vermeiden. Außerdem sind in den letzten Wochen die Sonnenhäufigkeit und die Wärme ja rapide bergab gegangen. Wenn ich gegossen habe, war die Substratoberfläche zuvor immer leicht trocken, wobei ich der Meinung bin, daß das dann der richtige Zeitpunkt zum Gießen ist.

Bin dankbar, für jeden Tip ... die BioGold-Steinchen sehen nicht gerade appetitlich aus. :(

Danke + Grüße, Chris.
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Daß organischer Festdünger mit der Zeit nicht appetitlich aussieht, ist normal und muß auch so sein, denn der Dünger muß sich zersetzen, damit die org. Stoffe in für die Pflanzen nutzbare Nährstoffe umgewandelt werden. Das geschieht durch diverse Microorganismen und Feuchtigkeit und riecht auch oft nicht besonders.
Wenn es Dich stört , drücke den Festdünger doch etwas oder vollständig in die Erde. Das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Man sieht dann allerdings u.U. nicht mehr so gut, wenn der Dünger aufgebraucht ist.
Ulrich
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Beitrag von Ulrich »

für meine Outdoor benutze ich auch Bio-Gold der ist ja dafür geschaffen worden. Für Indoor obwohl ich nicht so viele habe, benutze ich Bio-sai, ein org. Dünger aus Insektenkot. Aufgrund der feinen Körnung, mache ich entlang des Schalenrand mit einem Bleistift kleine Löcher, in die ich jeweils etwas Dünger gebe und diese dann wieder verschliesse. Kann nur sagen, das klappt prima. Nachteil ist, der Dünger ist nur aus der Schweiz zu beziehen, ohne hier Werbung betreiben zu wollen. Ein org. Flüssigdünger tut aber auch sein gutes.
mfg
Ulrich
Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Ersteinmal vielen Dank für Eure raschen Antworten!

Thomas,
wenn ich Dich richtig verstehe, siehst Du in dem von mir beschriebenen Zustand der BioGold-Steinchen keine Gefahr für die Pflanze? Das ist/war für mich natürlich das Wichtigste! Werde mal sehen, ob ich die Teile tiefer in das Substrat drücken kann. Muß das BioGold denn überhaupt aus dem Substrat entfernt werden, oder kann man es auch darin belassen? Schädigungen können doch wohl nicht auftreten, oder?

Ulrich,
aus Deiner ersten Zeile kann ich entnehmen, daß Du etwas überrascht bist, daß ich BioGold für Indoors verwende, sollte ich das lieber sein lassen?
Dein Hinweis mit dem Bio-sai-Dünger ist ja interessant, auch wenn er nicht so einfach zu beziehen ist - vielleicht kann man sich da mal zusammenfinden, um eine größere Menge zu bestellen...? Beläßt Du diesen Dünger im Substrat, oder entfernst Du ihn nach seiner Standzeit wieder? Welchen org. Flüssigdünger kannst Du aus Deiner Erfahrung wirklich weiterempfehlen?

T'schuldigung für die vielen Fragen, aber dieses Thema ist für mich sehr interessant. Obwohl ich schon viel gelesen habe, sind mir Eure Meinungen aus Eurer Praxis sehr wichtig, da die Literatur teilw. stark unterschiedliche Empfehlungen für die selben Pflanzen wiedergibt! Ich hoffe, Ihr habt' noch mal ne' Minute übrig.

Grüße, Chris.
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo Chris,
BioGold ist für Indoors genauso gut wie für Outdors.
Die andere Form wird nicht besser oder schlechter sein, es ist nur eleganter, also bessere Optik und keine Gerüche , die man bei Biogold hat.
Die Reste tun gar nicht. Das alles rein org. sprich natürliches Material.

Wie schon beschrieben kann man aber auch jedweden anderen Dünger mit einem ausgeglichenem N-P-K- Verhältnis nehmen, wenn man nicht nach der Devise handelt: Viel hilft viel. Richtig ist, eine Pflanze kommt gänzlich ohne Dünger eine ganz lange Zeit einigermaßen über die Runden, einer schwächelnden Pflanze mit evtl. Wurzelschäden kann mit einer überhöhten Düngerkonzentration ganz schnell das Leben ausgehaucht werden.
In der Beziehung ist BioGold (u. a. org Festdünger wie Rinderdung usw.)
von Vorteil, weil die Wirkstoffe langsam freigesetzt werden, eine Überdüngen faktisch auszuschließen ist.
Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Thomas,

Du hast wie immer 101%ig geantwortet - vielen Dank!

Wann erscheint Dein erstes Buch???? Setze mich bitte auf Deine Liste .... :wink:

Schönen Abend noch, Chris
Ulrich
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Beitrag von Ulrich »

Beläßt Du diesen Dünger im Substrat, oder entfernst Du ihn nach seiner Standzeit wieder? Welchen org. Flüssigdünger kannst Du aus Deiner Erfahrung wirklich weiterempfehlen?


Bio-sai kann man nicht mehr entfernen, weil er sich völlig auflöst. Zum org. Flüssigdünger kann ich Dir Bio Trissol von Neudorff empfehlen.
3% N, 2% P, 5% K und 45% org. Substanz oder Du schaust Dich im Web bei den Fachhändlern mal um.
mfg
Ulrich
Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Auch an Dich meinen Dank, Ulrich!

Ist natürlich ne' tolle Sache, daß das Zeug einfach "verschwindet" im Substrat. Du kannst mir ja Bescheid geben, wenn Du demnächst planst, Bio-sai einzukaufen. Den Flüssigdünger werde ich mir auf jeden Fall für meinen nächsten Einkauf vormerken!

Guten Nacht, Chris.
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