Cell hat geschrieben:erstmal den Förster fragen
Den Förster wirst Du wohl kaum so schnell finden.
Der richtige Weg ist zum zuständigem Forstamt.
Falls Du in einer Gegend lebst, wo öfter Bonsaianer auf Pirsch gehen ist das kein Problem. Schwieriger wird es, wenn die dortigen Mitarbeiter von derartigen Unternehmungen noch nie was gehört haben.
Da erntet man mitunter Blicke, als hätte man nach einem * zum Mond gefragt.
In dem Fall nicht rumeiern, sondern kongret sagen, wo man was (Foto des Kandidaten mitnehmen), zu welchem Zweck ausbuddeln will mit dem Hinweis, das es sich um Objekte Handelt, die forstwirtschaftlich gesehen ohne Wert sind.
Mitunter handelt es sich aber auch um Privatland und da wird es meist schwierig oder unmöglich, einen Besitzer ausfindig zu machen (Erbengemeinschaften usw.).
Da hilft dann halt nur Augen zu und durch.
Nur geht es mir jedenfalls so, daß ich da ein unsichers Gefühl habe und mir die nötige Ruhe fehlt. Und meist kommt dann auch promt ein Rentner, der seinen Hund spazieren führt, vorbei, der sich wichtig tut und blöde Fragen stellt.
Folgendermaßen gehe ich i.d.R. vor:
1. Erkundungsgänge:
- Sichtung der Kandidaten
- Freilegen Wurzelansatz(Hier scheiden die meisten schon aus, z.B.
Pfahlwurzel, ist kompakter Wurzelballen da)
- Untergrundbeschaffenheit (bewegt sich der Baum)
- evtl. erste Rückschnitte wenn der Baum erst in Folgejahren raus soll
2. Entscheidungsfindung/Vorbereitung
- Ist der Baum geeignet?
- Bekomme ich ihn mit genügend Wurzelmasse raus?
- Bekomme ich ihn abtransportiert?
- günstigster Zeitpunkt/Substrate/Kultivierungsgefäße/erste Maßnahmen
3. Genehmigung
4. Ausbuddeln
Zum Zeitpunkt:
Laubbäume im zeitigen Frühjahr, wenn man auch umtopfen würde.
Kiefern entweder im frühen Herbst, da starten sie im Frühjahr gleich durch oder Ende März/ Anfang April.
Lärchen, wenn die ersten grünen Spitzen gerade sichtbar werden.
Wacholder bis Mai oder im Frühherbst.